Tabelle zur Einübung der Berechnung von Puffern mit Lösungshinweisen
|
Säure Volumen (ml) Konz. (mol/l) |
Base Volumen (ml) Konz. (mol/l) |
Formel eingesetzt |
pH |
zugegeben Volumen (ml) Konz. (mol/l) |
Formel eingesetzt |
pH |
|
|
HCl 10 0,5 |
|
|
|
NaOH 5 0,2 |
|
|
|
|
|
NH3 10 0,2 |
|
|
|
|
|
|
|
HAc 5 0,6 |
Ac- 4 0,6 |
|
|
NaOH 1 0,2 |
|
|
|
|
HAc 2 0,2 |
|
|
|
NaOH 4 0,1 |
|
|
|
|
|
Ac- 50 0,1 |
|
|
HCl 5 1,0 |
|
|
|
|
HAc 10 0,1 |
Ac- 10 0,1 |
|
|
NaOH 10 0,1 |
|
|
|
|
NH4+ 10 0,5 |
NH3 6 0,5 |
|
|
NaOH 4 0,02 |
|
|
|
|
|
NH3 10 0,4 |
|
|
HCl 10 0,4 |
|
|
|
|
HCN 100 0,005 |
|
|
|
NaOH 50 0,025 |
|
|
|
Lösungen und Hinweise:
Zeile 1
a) HCl ist eine starke Säure, pH = - log c , pH
= 0,301
b) HCl reagiert mit NaOH, der Stoff der im
Überschuß vorhanden ist bestimmt den pH-Wert:
5 mmol HCl, 1 mmol NaOH, es bleibt: 4 mmol HCl
in 15 ml, pH = -log 0,266, pH = 0,57
Zeile 2
a) Ammoniak ist eine schwache Base, entsprechend
ist die Formel hier zu benutzen
pOH = 4,97, pH = 9,02
Zeile 3
a) Hier liegt ein konjugiertes Säure/Base Paar
einer schwachen Säure nebeneinander in der Lösung vor: Es handelt sich also um
einen Puffer. Entsprechend ist hier die Puffergleichung anzuwenden: Es reicht
aus, die vorhandenen mmol Säure und Base zu kennen, diese können direkt in die
Puffergleichung eingesetzt werden.
pH = 4,65 ( 2,4 mmol Ac- und 3 mmol HAc) Der pH
Wert liegt geringfügig unter dem pKs Wert, da etwas mehr Säure vorhanden ist.
Man benutzt das zur Abschätzung, ob die Rechnung korrekt ist, denn pH = pKs
wenn c(Säure) = c(konjugierte Base)
b) Zugegeben werden 0,2 mmol NaOH, damit verringert sich die vorgegebene Säure, da
NaOH + HAc ----> NaAc + H2O,
entsprechend wird die Menge der Base mehr: Berechnung: c(HAc) = 3 - 0,2, c(Ac-)
= 2,4 + 0,2, eingesetzt in die Puffergleichung ergibt sich ein pH- Wert von
4,71.
Zeile 4
a) HAc ist eine schwache Säure: pH= 2,72
b) gibt man zu HAc Natronlauge, so reagiert
diese mit der NaOH zu NAc. Dabei gibt
es zwei Möglichkeiten:
1. Die Menge die zusammengegeben werden sind
äquimolar. Dann hat man nur noch mit dem Salz die Base Ac- vorliegen, natürlich
mit der entsprechenden Verdünnung. Diese wird entsprechend berechnet und
eingesetzt.
hier: pH = 8,78 (zuerst muß der pOH-Wert
berechnet werden)
2. Man gibt zu der Säure weniger mol OH- als mol Säure vorhanden sind. Dann
liegt ein Puffergemisch vor. pro mol zugegebene OH- Ionen entsteht 1 mol
konjugierte Base. Das wird dann entsprechend in die Puffergleichung eingesetzt.
Zeile 5
siehe Zeile 4, hier sind die Verhältnisse nur
umgedreht:
a) pH= 8,87
b) pH= 2,89
Zeile 6
a) siehe Zeile 3
Hier liegt der Spezialfall vor, daß Säure und
Base in der gleichen Konzentration vorliegen: pH = pKs (4,75)
b) Jetzt
hat die gesamte Säure mit NaOH zu NaAc reagiert: Es liegen in 30 ml Lösung vor:
1 mmol NaAc (war vorher schon da) und 1mmol NaAc durch die Reaktion von
Essigsäure mit Natronlauge: 2 mmol in 30 ml, als pH = 8,78
Zeile 7
a) siehe Zeile 3
pH = 9,028
b) siehe Zeile 3
pH = 9,04
Zeile 8
a) pH =
9,17
b) pH = 4,97
Säure und Base sind einander äquivalent.
Zeile 9
a)pH = 5,85
b) pH = 11,7 Die Aufgabe ist so ohne weiteres nicht lösbar, da mehr NaOH zugegeben wird als Säure vorhanden ist. Also bestimmt nur die Menge an vorhandener NaOH den pH - Wert der Lösung. (c(OH-) = 0,005)
Matthias Rinschen (C) 2006 - 2009, Mail: deinchemielehrer [at] gmx [dot] de, Impressum